markushengelhaupt.eu jetzt online

Mein Sohn Markus Hengelhaupt hat dieser Website einen Artikel beigesteuert, eine Interpretation von Georg Heyms Erzählung „Der Irre“. Jetzt ist er mit einer eigenen Seite online: http://markushengelhaupt.eu. Dort kann man – in deutscher und englischer Sprache – Aufsätze zu historischen Themen lesen, auch über das Verhältnis von Politik und Literatur, am Beispiel des Einflusses, den die KPD der Weimarer Republik auf die Literatur und das Theater zu nehmen versucht (Die „proletarisch-revolutionäre“ Literatur und die KPD). Neu war für mich: Die KPD favorisierte zunächst eher die bürgerliche Kunst; Bertolt Brecht hielt offenbar immer eine gewisse Distanz zur Parteilinie. Ein ungewohntes Feld ist auch der Einfluss der marxistischen Ideologie auf die afrikanischen Befreiungsbewegungen; Globalisierung aus nicht-europäischer Perspektive (http://markushengelhaupt.eu/tag/globalisation).

Wael Shawky im Kunsthaus Bregenz

Unbedingt sehenswert: Im Kunsthaus Bregenz gibt es bis zum 23.10.2016 eine Ausstellung des ägyptischen Künstlers Wael Shawky, die sich mit den Kreuzzügen auseinandersetzt. Wael Shawky hat Marionettenpuppen aus Glas angefertigt, mit denen die Geschichte der Kreuzzüge dargestellt wird  — ein zentrales Thema, wenn man den historischen Hintergrund der gegenwärtigen Auseinandersetzungen zwischen der islamischen und der christlichen Kultur verstehen will. In der Ausstellung sieht man die Puppen und es werden Filme von den Marionettenspielen gezeigt (arabisch, mit englischen Untertiteln). Mich hat fasziniert, wie genau der Künstler sich an den historischen Quellen orientiert, z.B. in der Darstellung des Bernhard von Clairvaux. Wenn man die Filme ganz ansehen will, muss man Zeit mitbringen.

Offizieller Trailer auf Youtube. Seite über die Ausstellung beim Kunsthaus.

Bis zum 23.10.2016.

Kunsthaus Bregenz, Ausschnitt aus der Glasfassade (Architekt: Peter Zumthor)
Kunsthaus Bregenz, Ausschnitt aus der Glasfassade (Architekt: Peter Zumthor)

Das Bild ist nicht ganz aktuell: Passend zur Ausstellung ist die Fassade mit einer bunten Fahne behängt.

Ausstellung Neue Sachlichkeit Schloss Achberg

Sehenswert: Die Ausstellung Scharfblick — Neusachliche Werke aus der Sammlung Brabant in Schloss Achberg. Bis 16. Oktober 2016.

Schloss Achberg

Zu sehen sind Grafiken (z.B. Lithografien) von ca. 1918 bis in die 1930er-Jahre. Dass viele Künstler eher unbekannt sind (Hanna Nagel, Georg Tappert), tut dem Vergnügen keinen Abbruch. Man sieht auch bekannte Künstler und Bilder, z.B. von George Grosz, der eher die dunklen Seiten der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg darstellt. Daneben gibt es Bilder, die die Faszination der Großstadt vermitteln. Gut haben mir auch die Bilder von Bernhard Kretzschmar gefallen. Man erhält einen kostenlosen Katalog von 26 Seiten mit guten Abbildungen. Leider darf man die Bilder nicht fotografieren.


Größere Karte anzeigen

Es lohnt sich, einen Spaziergang im idyllischen Hinterland des Bodensees anzuschließen, z.B. am Muttelsee.

Muttelsee
Muttelsee

Darknet

Die präzisesten Informationen zu allen Fragen rund um das Internet findet man immer noch in der Computerzeitschrift c’t (Heise-Verlag) – über die gegenwärtige Gesellschaft und ihre kann man sich dort oftmals besser informieren als in den alten Debattenorganen wie der ZEIT. Über die dunkle Seite des Internet, das Darknet, wollen heute viele etwas wissen, v.a. nachdem der Amoktäter von München (Juli 2016) sich offenbar eine Waffe über das Darknet beschafft hat (Siehe z.B. WELT vom 27.7.16). Lesenswert zum Thema Darknet ist der Artikel dazu in c’t 13/2016 von Uli Ries. Drogen, Waffen und Trojaner sind die Waren, die über das Darknet gehandelt werden. Was auch für die Jihadisten-Szene gilt, trifft auch hier zu: Der staatliche Verfolgungsdruck macht den Betreibern dieser Seiten das Leben schwer. Nach jedem Schlag gegen eine Seite oder ein Forum entsteht zwar ein ähnliches Angebot an anderer Stelle, aber immerhin entzieht der Verfolgungsdruck den Kriminellen Energie (Zeit und Geld), und das ist an sich schon wertvoll.

Die Kriminellen scheuen sich auch nicht, Journalisten einzuschüchtern, die über ihre Aktivitäten berichten; auch dies ist in dem c’t-Artikel dokumentiert.

Ein wichtiger Besandteil des Darknet ist das Anonymisierungsnetzwerk Tor. Stellt man diese Beobachtungen in den Zusammenhang des Diskurses über die Überwachung, dann zeigt sich: Man kann nicht gleichzeitig das Recht auf echte Anonymität im Internet und den Schutz der Bürger vor Kriminalität und Terror fordern. Im Tor-Netzwerk sind nun einmal Bürgerrechtler, Kriminelle, Terroristen und Pädophile versammelt. Das ist eine wahre Aussage, aus der man aber nicht ableiten kann, dass die Gemeinsamkeit dieser 4 Gruppen über das Interesse nach anonymer Kommunikation hinausgeht. Auch wenn sie nicht direkt miteinander kommunizieren, so teilen sie doch die technische Infrastruktur und das damit verbundene Interesse.

Es geht hier auch um eine politische und intellektuelle Debatte. Es erschwert die Arbeit einer Behörde, wenn sie sich permanent mit dem Vorwurf konfrontiert sieht, sie greife die Menschenrechte an. Will man die konsequente Verfolgung von im Internet operierenden Kriminellen, dann kommt man nicht darum herum, die Störung der technischen Infrastruktur zu befürworten, die auch der eine oder andere Bürgerrechtler mit guten Absichten verwenden möchte. Das ist ein Dilemma, aus dem es keine einfachen Auswege gibt – das ist z.B. gegen Seiten wie Propagandastation gesagt.

Virtuelle allgemeine Bibliothek

Es gibt sie doch noch – die Internet-Kataloge, die lesenswerte Seiten aus dem Netz auflisten und kommentieren. Sehr anregend ist die Virtuelle Allgemeine Bibliothek, unter der zwar langen, aber merkbaren URL www.virtuelleallgemeinebibliothek.de zu erreichen. Sie wird von Ingrid Strauch betrieben, die eine Expertin für das Bibliothekswesen ist. Die Titel sind in erster Linie nach Geistes- und Naturwissenschaften unterteilt. Jeder Eintrag ist sorgfältig kommentiert. Es sind für jedes Fachgebiet nur wenige Linkvorschläge vorhanden, die aber eine Beschäftigung lohnen. Meine Vorschläge: Informatik und Philosophie.

Fotokurse

Es gibt einige kostenlose Fotokurse im Internet. Hier ist eine kleine Auswahl. Diese Seiten geben einige Hinweise, aber sie ersetzen das Herumexperimentieren mit der eigenen Kamera und auch die Lektüre von Büchern nicht. Ein Blick auf diese Seiten lohnt aber allemal.

Weiterlesen

Sicherheit im Internet: E-Mail

Schon kleine Vorsichtsmaßnahmen können die Sicherheit im Internet verbessern.

Für das Versenden und Empfangen von E-Mails ist Folgendes zumindest besser als nichts:

  • Phishing Mails und Ähnliches: Wer einen Mail Client verwendet, also ein auf dem Computer installiertes Programm zum Abrufen von E-Mails wie Outlook oder Thunderbird, sollte vor dem Download der Mails immer auf die Website des E-Mailproviders gehen und dort die E-Mails sichten und Spam bzw. Verdächtiges löschen. Dann kommt es gar nicht erst auf den Computer. E-Mails-Programme bei Heise.de.

Weiterlesen

1 2